VoxCast Server einrichten
Version 1.0.0 · Windows, Linux, Docker
VoxCast Server führt die Spracherkennung auf einem einzigen Rechner mit starker GPU aus. Jedes VoxCast in deinem Netzwerk schickt Diktate, Meetings und Dateikonvertierungen dorthin, statt lokal zu rechnen. Alles bleibt in deinem Netzwerk, es ist keine Cloud beteiligt.
Windows: in 3 Minuten fertig
1. Installieren. Lade das Server-Setup für Windows herunter und führe es auf dem Rechner mit der starken GPU aus. Das Setup fragt nach dem Netzwerk-Port (Standard 8590, einfach übernehmen), richtet den Windows-Dienst ein und gibt die Windows-Firewall frei. Beide Haken sind bereits gesetzt: einfach auf Weiter klicken.
2. Server im Client finden. Öffne auf einem beliebigen PC VoxCast, gehe zu Einstellungen, Abschnitt Remote-Server, aktiviere ihn und klicke auf „Server suchen". Dein Server erscheint in der Liste, ein Klick übernimmt die Adresse.
3. API-Schlüssel einfügen. Auf dem Server-Rechner findest du im
Startmenü den Eintrag „VoxCast Server API-Schlüssel". Kopiere den Wert
(beginnt mit vxc_) in das Schlüsselfeld im Client, speichern,
fertig.
Ob alles läuft, siehst du im Client über „Verbindung testen": Dort erscheint das aktive Modell und ob der Server auf der GPU rechnet.
Port ändern
Der Port wird bei der Installation gewählt (Standard 8590). Später änderst du
ihn in der Datei server.toml im Installationsordner
(C:\Programme\VoxCast Server), danach den Dienst „VoxCast Server"
neu starten. Die Server-Suche im Client findet den Server unabhängig vom
gewählten Port.
Linux und Docker
Lade das Server-Paket (tar.gz) herunter und entpacke es.
Docker (empfohlen):
cd voxcast-server-1.0.0/compute_server/deploy
docker compose up -d
docker compose logs | grep -A2 "API key"
Für GPU-Betrieb müssen der NVIDIA-Treiber und das nvidia-container-toolkit installiert sein. Die Compose-Datei nutzt Host-Networking, damit die Server-Suche funktioniert.
Nativ (Debian/Ubuntu, systemd):
sudo compute_server/deploy/install.sh
journalctl -u voxcast-server | grep -A2 "API key"
Firewall
Der Server braucht zwei Freigaben im lokalen Netzwerk: den gewählten Port
(Standard TCP 8590) für die Transkription und UDP 8590 für die Server-Suche.
Der Windows-Installer legt dafür automatisch eine programmbezogene Regel an
(Profile „Privat" und „Domäne"). Unter Linux mit aktiver Firewall:
sudo ufw allow 8590 bzw. die entsprechende firewalld-Regel.
Firmen-Firewalls zwischen den Geräten müssen den Port ebenfalls durchlassen.
Wenn der Server nicht gefunden wird
Netzwerk steht auf „Öffentlich". Windows blockiert Serverdienste in öffentlichen Netzwerken. Stelle das Netzwerk auf dem Server-Rechner auf „Privat" (Einstellungen, Netzwerk und Internet, Eigenschaften des aktiven Netzwerks).
Anderes Subnetz oder VPN. Die Suche nutzt Broadcasts und findet nur
Server im selben Subnetz. Über Subnetzgrenzen, VLANs oder VPN hinweg trägst du
die Adresse manuell ein: http://SERVER-IP:8590.
Gäste-WLAN. Viele Router isolieren WLAN-Geräte voneinander (Client-Isolation). Nutze das normale Netzwerk oder deaktiviere die Isolation.
Läuft der Dienst? Auf dem Server-Rechner in der Diensteverwaltung prüfen, ob „VoxCast Server" gestartet ist, oder die Konsolen-Verknüpfung im Startmenü öffnen: Dort stehen Adresse und API-Schlüssel im Klartext.
HTTPS (verschlüsselte Verbindung)
Für eine verschlüsselte LAN-Verbindung ohne eigene Zertifizierungsstelle
aktivierst du HTTPS mit einem selbst signierten Zertifikat. Setze in
server.toml tls_enabled = true (oder erzeuge das
Zertifikat vorab mit VoxCastServer.exe --gen-cert) und starte
neu. Der Server gibt beim Start den Zertifikat-Fingerabdruck aus.
Im Client verwendest du eine https://-Adresse; beim ersten
Verbinden zeigt VoxCast den Fingerabdruck und fragt, ob du ihm vertraust
(wie bei einer neuen SSH-Verbindung). Bestätige, dass er zum Server passt,
danach ist er dauerhaft gepinnt. Für eine öffentliche Adresse nutze
stattdessen einen TLS-Reverse-Proxy (z. B. nginx) mit echtem Zertifikat.
Zentrale KI-Veredelung (für Unternehmen)
Statt dass jeder Nutzer seinen eigenen Anthropic- oder OpenAI-Schlüssel
einträgt, hinterlegst du einen Schlüssel am Server. Setze in
server.toml llm_provider (anthropic oder openai)
und llm_api_key. Die Clients sehen dann bei der KI-Veredelung
"Über den Server" und brauchen keinen eigenen Schlüssel. Der Schlüssel
verlässt den Server nie.
Firmen-KI-Modi (System-Prompts)
Lege Veredelungs-Modi (System-Prompts) zentral fest, damit alle dieselben Firmen-Modi nutzen. Verwalte sie mit dem Server-Werkzeug, unter Windows und Linux gleichermaßen:
VoxCastServer.exe --add-prompt "Formelle E-Mail" "Formuliere den Text als formelle E-Mail."
VoxCastServer.exe --list-prompts
VoxCastServer.exe --remove-prompt formelle-e-mail
Unter Linux: python compute_server/server_main.py --add-prompt "..." "...". Die Clients übernehmen sie automatisch.
Ausrollen auf viele PCs (Unternehmen)
Um VoxCast vorkonfiguriert zu verteilen, legst du eine Richtliniendatei
unter %PROGRAMDATA%\VoxCast\managed.json (Windows) oder
/etc/voxcast/managed.json (Linux) ab und verteilst den normalen
Installer per GPO/Intune/SCCM:
{
"values": { "remote_enabled": true, "remote_url": "https://server:8590",
"enhance_source": "server" },
"secrets": { "remote_server_api_key": "vxc_..." },
"locked": ["remote_enabled", "remote_url", "remote_server_api_key", "enhance_source"]
}
Felder unter locked sind vorbelegt und können vom Nutzer
nicht geändert werden. Die Datei darf den Schlüssel im Klartext enthalten,
beschränke die Berechtigungen daher auf Administratoren.
Server aktualisieren
Unter Windows: VoxCastServer.exe --update prüft auf eine
neuere Version, lädt sie herunter, verifiziert sie und startet den Installer
(der Dienst startet automatisch neu). Mit --update --check wird
nur geprüft. Unter Linux lädst du das neue Server-Paket oder Docker-Image.
Sicherheit
VoxCast Server ist für vertrauenswürdige lokale Netzwerke gebaut. Ohne HTTPS ist die Verbindung im LAN unverschlüsselt, der Zugriff ist durch den API-Schlüssel geschützt. Prüfe beim Verbinden, dass die angezeigte IP wirklich dein Server ist. Für den Zugriff über das Internet gehört ein TLS-Reverse-Proxy (z. B. nginx) davor; stelle den Server nie ungeschützt ins Internet.
Fragen? info@hashfox.com